Jonathan

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Das wussten wir über den Weißhaubenkakadu Jonathan, als er bei uns einzieht
sucht dauerhaftes Zuhause,
ist fast völlig gerupft, daher flugunfähig,
hat vor jeder Annäherung eine Heidenangst,
kann "irrsinnig" laut schreien,
ist sehr handscheu,
bietet man statt der Hand einen Sitzast an, stürzt er sich völlig kopflos vom Sitzast und macht natürlich eine Bruchlandung,
das gleiche tut er, wenn sich ihm ein Mensch nähert, den er nicht kennt,
linke Kralle kann nicht mehr vollständig geöffnet werden,
ermittelte Verstärker: Pinienkerne und Walnüsse

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Rupfen hat meist mehrere Ursachen. Während der vierwöchigen Einzelhaft muss Vertrauen aufgebaut werden. Danach soll Jonathan in eine Gruppe integriert werden. Als erstes erfolgt eine Haltungsumstellung in kombinierte Innen- und Außenvoliere, in der Jonathan mit Begeisterung die Naturäste benagt.
Erste Erfolge durch Training: Vertrauen aufbauen, Jonathan kommt ans Gitter, Jonathan stürzt sich beim Füttern und Reinigen der Voliere nicht mehr kopflos in die Tiefe (das tat er anfangs auch aus 2m Höhe!).

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Umzug in die Gruppe: Gesellschaft und dadurch mehr Ablenkung, erste Kontakte werden geknüpft.
Draußen gibt es mehr "Anregungen" als in Innenräumen: Sonne und Regen, Wind, der die Blätter bewegt, Gras und Heu, frische Zweige,....

Auch das hält vom Rupfen ab.

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Jonathan lässt sich weder auf der Hand noch auf dem Stock transportieren (Behinderung linker Ständer). Im Transportkäfig kann er sich zusätzlich mit dem Schnabel festhalten.

Hier geht es zum 1. Video

und hier zum 2. Video

Es erfolgt eine Futterumstellung auf gekochtes, warmes Futter bestehend aus einer Mischung von  Hülsenfrüchten (Taubenaufzuchtfutter), braunem Reis und gekochtem Gemüse, angereichert mit Eifutter (Empfehlung nach Herrn von Kreft). Tagsüber steht ausreichend Obst zur Verfügung, so dass unterschiedliche Körner als Verstärker eingesetzt werden können.

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Abends und morgens, alleine im Innenraum, rupft Jonathan immer noch. Die Voliere im Wohnzimmer wird vergrößert. Jonathan hat jetzt immer Gesellschaft.
Der Schnabel will ständig "beschäftigt" sein. Die "schlechte" Angewohnheit ständiges, übermäßiges Putzen (Rupfen, Federn abbeißen) wird in andere Bahnen gelenkt. Jede Beschäftigung mit den angebotenen Gegenständen wird gezielt verstärkt.

 

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Das "Abrissunternehmen Jonathan" bei der Arbeit ....
 ..... und danach wird gekuschelt....

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Der Transport wird mittels Targettraining vereinfacht:

Hier geht es zum 3. Video

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viereinhalb Monate später:
Jonathan springt nicht mehr kopflos an die Erde,
Jonathan lässt sich problemlos transportieren,
Jonathan beißt nicht mehr,
Jonathan nimmt Pinienkerne aus der flachen Hand,
Jonathan schreit nur noch, wenn er "Mann mit Hut und Stock" sieht,
Jonathan geht selbstständig und freiwillig auf fremde Menschen zu,
Jonathan lässt so langsam  wieder mehr Federn wachsen

 

Und hier gibt es demnächst ein neues Video!